Adventszeit reflektieren: Journaling für mehr Leichtigkeit im Dezember
Der Dezember ist für viele ein hektischer und zugleich ein besinnlicher Monat. Jeder Tag kann beides sein – oder nur eines von beiden – oder etwas ganz anderes. Doch oft gehen die stillen Momente im Trubel unter: die Kerze, die langsam abbrennt, das Lachen beim Plätzchenbacken, die Minute, in der wir einfach nur durchatmen.
Deshalb lade ich dich ein: Nimm dir einen Zettel, ein Notizbuch oder dein Handy – und probier’s aus mit dem Journaling im Dezember. Drei einfache Fragen helfen dir, bewusst wahrzunehmen, was wirklich zählt. Für die Tage, an denen du Inspiration brauchst, kannst du dir hier meine kostenlose Vorlage anfordern – einfach das Formular ausfüllen, und ich schicke sie dir zu.
Drei Fragen, die deinen Dezember heller machen
Nimm dir abends fünf Minuten Zeit – mit einer Tasse Tee, auf dem Sofa oder einfach im Bett – und lass diese drei Fragen auf dich wirken. . Schreib einfach auf, was kommt. Es geht nicht um Perfektion, du brauchst nicht auf die Rechtschreibung oder den Stil achten. Lege einfach los und lasse deine Hand über das Papier gleiten.
1. Was hat mich heute berührt?
Welcher Moment hat dich heute besonders angesprochen – ob groß oder klein? Es kann ein liebevoller Blick, eine freundliche Geste, eine überraschende Situation oder etwas ganz Alltägliches sein. Vielleicht war es das Lachen eines Menschen, eine unerwartete Nachricht oder die Stille, als du morgens den ersten Kaffee getrunken hast. Notiere alles, was dir in den Sinn kommt – ganz ohne Filter.
2. Wofür bin ich heute dankbar?
Welche kleinen Dinge haben deinen Tag verschönert? Vielleicht war es das gemeinsame Frühstück, das Kompliment einer Kollegin oder die Gelassenheit, die du trotz Stress bewahrt hast. Oder etwas Unerwartetes: ein Sonnenstrahl, der dich beim Arbeiten erwischt hat, oder die warme Decke, in die du dich eingekuschelt hast. Was hat dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?
3. Was möchte ich bewusst anders machen?
Was möchtest du morgen loslassen – oder anders angehen? Es geht nicht um große Veränderungen, sondern um . Vielleicht möchtest du:
- bewusster atmen, wenn der Stress kommt,
- fünf Minuten früher aufstehen, um in Ruhe anzukommen,
- eine Pause einlegen, bevor du "Ja" sagst,
- deine Gedanken einfach fließen lassen, ohne sie zu bewerten.
Was fühlt sich für dich leicht und machbar an?
Bonus-Frage: ?
Gab es einen Moment, in dem du etwas Neues über dich entdeckt hast? Vielleicht hast du gemerkt, dass du geduldiger bist als gedacht, oder dich eine bestimmte Situation mehr triggert als erwartet. Oder du hast gespürt, wie gut es tut, einfach mal nichts zu tun.
Keine Zeit? Kein Problem! Mini-Journaling für den Advent
Wann?
Vielleicht denkst du jetzt: "Wie soll ich das auch noch schaffen? Dafür habe ich keine Zeit!" Doch: Fünf Minuten reichen völlig – und die findest du immer.
- Morgens: Beim ersten oder zweiten Kaffee/Tee.
- Mittags: In einer kurzen Pause, in der du ohnehin durchatmest.
- Abends: Als Ritual vor dem Schlafengehen, um den Tag Revue passieren zu lassen.
Tipp: Leg dir dein Journal oder ein Blatt Papier schon am Vorabend bereit – dann fällt der Einstieg leichter!
Wo?
Ich empfehle dir, handschriftlich zu journalen. Das Schreiben mit der Hand verlangsamt deine Gedanken und macht sie bewusster.
- Meine Vorlage: Nutze die kostenlose Vorlage, die ich dir zuschicke.
- Ein weißes Blatt: Einfach ein leeres Blatt Papier – mehr brauchst du nicht.
- Ein schönes Notizbuch: Vielleicht entdeckst du dabei eine neue Leidenschaft und möchtest nach dem Dezember weitermachen?
Alternativen:
- Digital: Falls du lieber tippst, eignen sich Apps wie Day One oder Notion.
- Sprachnotizen: Unterwegs kannst du deine Gedanken auch per Sprachmemo festhalten.
Wie?
Schreib einfach drauflos – ohne Bewertung, ohne Perfektion. Es geht nicht um schöne Formulierungen, sondern um deine Gedanken und Gefühle.
- Keine Regeln: Du musst nicht alle Fragen beantworten. Schreib, was dir in den Sinn kommt.
- Kurz oder lang: Ob ein Satz oder eine halbe Seite – Hauptsache, es fühlt sich stimmig an.
- Kreativität: Du kannst auch Stichpunkte, Zeichnungen oder Symbole nutzen.
Beispiel: "Heute hat mich das Lachen meiner Kollegin berührt. Ich bin dankbar für die warme Tasse Tee am Morgen. Morgen möchte ich bewusst eine Pause einlegen, bevor ich antworte."
Warum es funktioniert
Journaling ist wie ein kurzes Gespräch mit dir selbst – es hilft dir, Klarheit zu gewinnen, Stress abzubauen und dich auf das Wesentliche zu besinnen. Viele meiner Klient:innen berichten, dass sie durch die täglichen 5 Minuten bewusster durch den Dezember gehen und sogar besser schlafen.
Was passiert dabei?
- Dein Gehirn sortiert sich: Wenn du schreibst, werden Gedanken "greifbar" – das entlastet.
- Dankbarkeit trainiert dein Gehirn: Du lenkst deinen Fokus auf das Gute, statt auf das, was fehlt.
- Kleine Veränderungen werden sichtbar: Oft merkst du erst beim Schreiben, was dir wirklich wichtig ist.
Für Skeptiker:innen: "Ich habe keine Zeit!" – Kein Problem! Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, dir fünf Minuten nur für dich zu nehmen. Probier’s einfach drei Tage aus – du wirst überrascht sein, wie leicht es sich anfühlt.
Du findest auch einen Selbstlernkurs bei uns, in dem u.a. das Journaling als Methode vorgestellt wird -- Reflexionskarten – Kurs für Pädagog:innen zur Selbstreflexion
Dein Dezember, deine Momente
Der Dezember muss nicht nur aus Hektik und To-dos bestehen. Mit diesen drei einfachen Fragen kannst du dir jeden Tag ein kleines Geschenk machen: fünf Minuten nur für dich, um innezuhalten und zu spüren, was wirklich zählt. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, dich selbst wieder ein bisschen mehr wahrzunehmen – so wie du es auch deinen Klient:innen empfiehlst.
Probier’s aus! Fordere dir jetzt deine kostenlose Vorlage an und starte noch heute.
Ich freue mich riesig, wenn du mir schreibst, wie es für dich war – oder welche Momente dich besonders berührt haben. Vielleicht entdeckst du ja sogar, dass Journaling mehr ist als nur ein Dezember-Projekt …?

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Liebe Anja, so ein schöner Artikel! Ich bin auch schon länger ein Fan von Journaling und praktiziere dies ziemlich regelmäßig – vor allem Dankbarkeit. Ich finde du hast das hier sehr schön, ausführlich und trotzdem einfach erklärt, dabei die Sache genau auf den Punkt gebracht. Davon muss sich eigentlich jeder inspiriert fühlen! Und ich gebe dir absolut recht, die Adventszeit kann tatsächlich beides sein.
Also, genieße sie auch du!
Alles Liebe Monika 🌟
Liebe Monika,
hab vielen Dank für deine Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass dich der Artikel angesprochen hat und du selbst gute Erfahrungen mit Journaling machst – gerade die Dankbarkeitspraxis kann so viel bewirken. Deine Worte sind eine schöne Ermutigung.
Ich wünsche dir eine inspirierende Adventszeit voller kleiner Ruheinseln.
Liebe Grüße
Anja